Ouzo-Geschichten

Wie der Ouzo zu CantaStrophe kam.


Der Dezember war schon ziemlich weit fortgeschritten und die Auswahl an Lokalitäten für eine Weihnachtsfeier tendierte gen Null. Letztendlich kamen wir dann in der Kneipe "Zum Ostentor" unter. In dieser Alt-Herren-Kneipe sollten wir die Geburt der Ouzo-Tradition im Chor erleben. Neben mir saß Doro und bestellte für eine Kneipe wie diese das mit am ausgefallenste Getränk überhaupt: Tee! Die Wirtin war einen Moment etwas überfordert, ging weg und kam nach geraumer Zeit mit einem Teebeutel in der Hand zurück.

Dieser Teebeutel stand kurz davor in seine Einzelteile zu zerfallen. Ein leicht muffiger Geruch ging von ihm aus und auch die Farbe war nicht sehr Vertrauen erweckend, aber Doro wollte Tee und sie bekam Tee. Der Tee schmeckte so, wie der Beutel aussah!!!! Und hier kommt nun der Ouzo ins Spiel.

Um den fiesen Geschmack loszuwerden, gab es nur eine Alternative für Doro - Ouzo.

Auf die Gefahr hin, als trunksüchtige Altistin abgestempelt zu werden, fragte sie vorsichtig ihre Tischnachbarin (nämlich mich), ob frau denn auch Ouzo trinken würde.

Da war sie bei mir genau an der richtigen Stelle. Auch ich outete mich als Ouzo-Fan. Bei diesem Getränk war die Bestellung des Getränkes kein Problem. Innerhalb von Sekunden standen zwei kleine Gläser mit dem Getränk vor uns auf dem Tisch.

An diesem Abend waren es nur Doro und ich, die Ouzo tranken, aber nach und nach wurden es immer mehr Chormitglieder und im Laufe der Jahre wurde Ouzo zu dem Standard-National-Getränk des Chors.

Text Susi